Forschung

Auf dem Gelände der ehemaligen, 1502—1515 errichteten Klosterkirche St. Annen erhebt sich die Kunsthalle St. Annen mit Bistro und Museumsshop. Dieses Gebäude ist ein Geschenk der Possehl-Stiftung Lübeck an die alte Hansestadt.

 

Die Kunsthalle St. Annen wurde in den Kirchenruinen der ehemaligen St.-Annen-Kirche errichtet. Sie ist ein Erweiterungsbau des sich seit 1915 im ehemaligen St. Annen-Kloster befindenden St. Annen-Museums. Nur siebzehn Jahre, von 1515—1532, d.h. bis zur Einführung der Reformation in Lübeck, diente das ehemalige Augustinerinnenkloster seiner eigentlichen religiösen Zweckbestimmung. Seit 1601 bis zum 20. Jahrhundert wurde es als Armen- und Werkhaus, als Gefängnis und Zwangsarbeiterhaus, als Asyl für Obdachlose, als Kinderheim und als Fürsorgestelle für Lungenkranke ganz unterschiedlich genutzt.

 

Bei dem Neubau wurden, unter Bewahrung des alten Grundrisses, alle noch vorhandenen Ruinenreste der 1843 abgebrannten Klosterkirche wie Westfassade, Treppenturm, Außenmauern, Bögen und Achteckpfeiler auf eindrucksvolle Weise in die moderne Architektur integriert. Mit dieser neuen, 2003 fertiggestellten Kunsthalle inmitten des mittelalterlichen Ägidienviertels entstand ein unverwechselbarer Ort für die Begegnung mit der Kunst der Gegenwart und der des 20. Jahrhunderts.

 

Auf diese Weise entstand, in direkter Anbindung an das aus der Zeit des Spätmittelalters stammende St. Annen-Museum, ein reizvolles und atmosphärisch beeindruckendes Ensemble von alter gotischer und kubisch-zeitgenössischer Architektur. Die moderne Kunst wird an diesem Ort kontrastreich und spannungsvoll mit den reichen mittelalterlichen Sammlungsbeständen zusammengeführt.

 

Neben der Präsentation der eigenen Sammlung der Kunst nach 1945 werden in der Kunsthalle jährlich drei- bis viermal Wechselausstellungen zur Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart durchgeführt. Ob Malerei, Bildhauerei, Photographie, Neue Medien oder Installationen, alle Darstellungsformen sind hier vertreten.

 

Einer der Sammlungsschwerpunkte liegt im Wesentlichen auf der Malerei des Deutschen Informel. Daneben gibt es aber auch zahlreiche Werke der konkreten, der figurativen und der nonfigurativen sowie der abstrakten Malerei und Bildhauerei. Hier finden sich bedeutende Namen wie Horst Antes, Martin Assig, Willi Baumeister, Harald Duwe, Lothar Fischer, Winfred Gaul, Rupprecht Geiger, Karl Otto Götz, Gotthard Graubner, Bernhard Heisig, Gerhard Hoehme, Raimer Jochims, Peter Klasen, Marwan, Ernst Wilhelm Nay, Max Neumann, Sigmar Polke, Emil Schuhmacher, HA Schult, Bernard Schutze, Walter Stöhrer, Fred Thieler, Günther Uecker etc. Internationale Künstler wie Andy Warhol, Arnulf Rainer, Karel Appel, Armando, Ola Billgren, Paran G’Schrey, Rolf Isely, Robert Jacobsen, Per Kirkeby, Richard Serra etc. sind ebenfalls Teil dieser bedeutenden Sammlung.

 

Ansprechpartner: Dr. Thorsten Rodiek

 

Die Lübecker Museen

Kulturstiftung Hansestadt Lübeck

Kunsthalle St. Annen

St. Annen-Straße 15, 23552 Lübeck

 

Tel. 0451 122 41 30

 

E-Mail: thorsten.rodiek@luebeck.de

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Telefon 0451 - 122 41 37 (Kasse)
Telefax 0451 - 122 41 83
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